X
X

Kurzinhalt


Nach einer wahren Begebenheit – Süddeutschland, Anfang der 1940er-Jahre.

Der 13- jährige Ernst Lossa (Ivo Pietzcker), Sohn fahrender Händler und Halbwaise, ist ein aufgeweckter aber unangepasster Junge. Die Kinder- und Erziehungsheime, in denen er bisher lebte, haben ihn als „nicht erziehbar“ eingestuft und schieben ihn schließlich wegen seiner rebellischen Art in eine Nervenheilanstalt ab.

Nach kurzer Zeit bemerkt er, dass unter der Klinikleitung von Dr. Veithausen (Sebastian Koch) Insassen getötet werden. Er setzt sich zur Wehr und versucht, den behinderten Patienten und Mitgefangenen zu helfen.

Schließlich plant er die Flucht, gemeinsam mit Nandl, seiner ersten Liebe. Doch Ernst befindet sich in großer Gefahr, denn Klinikleitung und Personal entscheiden über Leben und Tod der Kinder ...

Warum sollten sich Schülerinnen und Schüler mit dieser Geschichte befassen?

„Erstens holt ihr Ernst Lossa dadurch, dass ihr euch den Film anschaut und euch mit seiner Geschichte auseinandersetzt, aus der Vergessenheit zurück und gebt ihm, stellvertretend für alle ermordeten Patienten, seine Menschenwürde zurück. Und zweitens lernen wir aus der Geschichte. Solche schlimmen Dinge passieren heute bei uns nicht mehr, aber Menschen mit Behinderung werden immer noch diskriminiert und stigmatisiert. Der Film fordert uns auf, Stellung zu nehmen, uns dafür einzusetzen, dass Menschen mit Behinderung unter uns leben, den Alltag mit uns teilen, zu uns gehören. Wir sind alle gleich, auch wenn jeder anders ist.“

Prof. Dr. Michael von Cranach, historischer und medizinischer Berater des Films, langjähriger Direktor des Bezirkskrankenhauses Kaufbeuren und Entdecker der Akte „Ernst Lossa“

ALTERSEMPFEHLUNG: ab 15 Jahre

KLASSENSTUFE: ab 10. Klasse

UNTERRICHTSFÄCHER:
Geschichte, Politik, Deutsch, Sozial-/Gemeinschaftskunde, Ethik, Religion, Recht, Philosophie

THEMEN:
Deutsche Geschichte, Nationalsozialismus, NS-Euthanasie, Diskriminierung, Menschenrechte/-würde, Behinderte/Behinderung, Werte, Gewalt, Tod/Sterben, Individuum (und Gesellschaft), Mut, Pubertät, Kindheit/Kinder, Krankheit, Psychiatrie, Zweiter Weltkrieg